One Night in Bangkok, Part 2

Ja, immer noch Samstag.

Zurück auf die Straße. Ein bisschen laufen tut gut. Inzwischen ist’s dunkel. Das ging schnell, als ob jemand den Schalter ausknipst. Es ist ja auch nahe am Äquator. Das Wasser dreht sich aber noch linksrum in den Abfluss. Hab extra geguckt. Gauss hat schließlich auch die Winkelsumme im Dreieck nachgemessen. Und kam dabei auf interessante Ideen, warum’s vielleicht doch nicht stimmt. In ein paar Tagen schaue ich in einer Badewanne auf der anderen Seite des Äquators mal nach.

Jede Menge Mampfstände finden sich hier. Angeblich soll man ja am besten essen, wo man über keine Schwelle muss. Die Fliegen machen mich aber skeptisch. Ich hole mir also ein 11880-Tuk-Tuk, das mich irgendwo abladen soll, wo ich es am nächsten Tag nicht bereue. Hat auch geklappt und war lecker. Leider identifiziert mich der Tuk-Tuk-Fahrer als Opfer und klebt an mir dran. Auch gut. Preis ausgemacht und ab ins Stadtzentrum. Grand Palace bei Nacht will ich. Ich lande vor einer Ping-Pong Bar. Da ich nicht ausgerechnet da an den nächsten Tuk-Tuk-Fahrer mit weitläufigem Provisionsnetz geraten will, drohe ich ihm Dekapitation an und schlagartig erinnert er sich, wo der Grand Palace ist. Ab dann klappt’s auch. Na ja, noch eine Thai-Massage hat er versucht. Sei ihm verziehen.

Dafür war er rasend schnell. Mit interessant kleinem Wendekreis. Wie meinte jemand in einem Reisebericht? Tuk-Tuks seien das letzte große Abenteuer Asiens? Ich hab am Vortag schon verstanden, dass markierte Straßenspuren nichts mit Fahrspuren zu tun haben. Heute lerne ich, warum auch die bei Bau der Straße geplante Fahrtrichtung, völlig egal, wieviel Spuren (markierte oder benutzte ist auch egal) da sind, unerheblich zu sein scheint. Ein U-Turn auf einer in einer Richtung vierspurigen Straße bei Beibehaltung der Spur und Weiterfahrt ist wirklich interessant. Beim zweiten und dritten Mal habe ich micht nichtmal mehr gewundert. Seltsamerweise fühlt man sich in einem Tuk-Tuk völlig sicher. Man betrachtet einfach das Geschehen um einen herum, als ob man nicht dazu gehört. Toll. Zaphod’s Brille ist ein Dreck dagegen, beim hiesigen Verfahren kann man nämlich noch was sehen.

Ach ja, Zweitakter stinken. Natürlich. Viele Zweitakter stinken viel. Dazu kommen viele Autos und LKWs. Atmen ist Glückssache, der Smog akzeptierter Alltag.

Irgendwann in der Nacht komme ich dann wieder im Royal Orchid an. Ab in die Falle.

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